Meine Meister

Es ist mir vergönnt, seit über 30 Jahren künstlerisch auf hohem Niveau tätig zu sein. Das brachte es erfreulicherweise mit sich, große Menschen, große Künstler und Künstlerinnen und der Gefährten kennen lernen zu dürfen. Mit einigen von ihnen, besonders Charles Kalman, verband oder verbindet mich Freundschaft. Mit anderen gegenseitige Wertschätzung. Und wieder bei anderen dachte ich nie, dass ich jemals ihre Bekanntschaft machen würde, wie es zum Beispiel bei Barry Humphries der Fall gewesen ist. Hier ein Rückblick.

Mit Charles Kalman am Konservatorium anlässlich seines 85. Geburtstags. Er war ein wunderbarer Mensch, ein großer Künstler – viele seiner Kompositionen schrieb er speziell für mich. Am wichtigsten natürlich „Novecento“.

Mit Vera Kálmán, Ehefrau von Emmerich Kálmán, Mutter von Charles – hier in Halle.

Mit Marcel Prawy, einer wahren österreichischen Musiklegende. Als Vizepräsident der Int. Franz Lehár Gesellschaft schlug er mich als sein Nachfolger vor. Eine Funktion, die ich, jetzt über 20 Jahre später, immer noch innehabe, sehr zu meiner Freude.

Zu meiner Linken: Gerd Natschinski, einer der bekanntesten Komponisten, den die DDR hervorgebracht hat. Schöpfer von 13 Stücken für das Musiktheater, darunter „Mein Freund Bunbury“ (nach Oscar Wildes Stück). Ich hatte ihn in meiner Serie „Künstler zum Anfassen“ in der Staatsoperette Dresden als Gast.

Mit Evelyn Künneke – hier erstaunlich ruhig an meinem Arm. Es war … interessant, mit ihr zusammen zu arbeiten. Irgendwann erzähle ich mehr davon.

Barry Humphries. Wer hätte sich das gedacht? Ruft mich eines Tages jemand an und fragt, ob ich für eine Sendung mit Barry Humphries zur Verfügung stünde. Es ginge um verfemte Komponisten. Natürlich zugesagt. Ich wurde gewarnt, Humphries könnte schlecht Laune haben, tun sie dies nicht, das nicht … alles Unsinn. Er war reizend, charmant, zuvorkommend und es hat großen Spaß gemacht, gemeinsam mit ihm zu singen. Fantastischer Tag war das!

Mit Einzi Stolz.

Zwischen Harumichi Fujiwara und mir: Lillie Claus-Dostal, Ehefrau von Nico Dostal und Mutter von Roman Dostal. Früher selbst eine sehr erfolgreiche Sängerin, die aber bereits im Alter von 38 Jahren ihre Karriere beendet hat. Sie erreichte das stolze Alter von 95 Jahren und machte noch mit 90 bei der Feier zu Nico Dostals 100. Geburtstag mit.

Widmung.

An der Seite von KS Renate Holm, 2019. Blendende Stimmung? Natürlich.

Widmung von Helly Möslein, Sängerin und Ehefrau vonHermann Leopoldi, die diesen um fast 40 Jahre überlebt hat.

Mit den ersten Exemplaren der von mir mitverfassten Biographie von „Leo Fall. Spöttischer Rebell der Operette“ (Hauptautor: Stefan Frey). Das Buch erschien 2010 bei der Ed. Steinbauer.